Malarone in der Schwangerschaft – Gefährlich?

Schwanger

Die Einnahme von Malarone während einer bestehenden Schwangerschaft sollte nur auf ausdrücklichen ärztlichen Rat erfolgen. Bislang liegen noch keine gesicherten Kenntnisse über mögliche Risiken vor, die durch die gleichzeitige Einnahme von Proguanil-Hydrochlorid und Atovaquon auftreten können. In Tierversuchen angewandt, zeigte sich allerdings hinsichtlich der Verabreichung des Kombipräparates keine tetratogenen Auffälligkeiten (Fehlbildungen beim Embyo). Eben so wenig wirkten sich die Einzelkomponenten auf die prä- oder postnatale Entwicklung und auf die Geburt aus. Eine Einnahme während einer Schwangerschaft sollt nur dann erfolgen, wenn der zu erwartende Nutzung für die Gesundheit der Mutter das möglich Risiko für das Ungeborene überwiegt.

Proguanil als Bestandteil von Malarone hemmt die parasitäte Dihydrofolat-Reduktase. Klinische Hinweise, dass die Gabe von Folsäure die Wirksamkeit von Malarone einschränkt, liegen nicht vor. Die Einnahme von Malarone kann daher, insbesondere bei der präventiven Folsäure-Substitutin gebährfähiger Frauen, unbedenklich parallel zu einer solchen erfolgen.

Von stillenden Müttern sollte Malarone nicht angewendet werden, da ein Übertritt von Atovaquon in die Muttermilch nicht auszuschließen ist. Zudem ist die Einnahme von Proguanil in geringer Konzentration auch in der Muttermilch nachweisbar.