FAQ – Die häufigsten Fragen

FAQ - Malarone

Einnahme von Malarone

Malarone kann sowohl zur Therapie einer akuten Malariaerkrankung als auch zur Chemoprophylaxe gegen Malaria eingenommen werden. Bei Reisen in Malariagebiete sollte man unter Rücksprache mit dem Hausarzt entweder eine Chemoprophylaxe durchführen oder Malarone für den Ernstfall in der Reiseapotheke mitführen. Welche Möglichkeit gewählt wird, ist anhängig von den Rahmenbedingungen der Reise.

Die Einnahme von Malarone zur Chemoprophylaxe gegen Malaria

Eine Chemoprophylaxe ist nur bei Erwachsenen möglich, die mindestens 40 Kilogramm wiegen. Während der Chemoprophylaxe wird täglich eine Malaronetablette zu einer Mahlzeit eingenommen. Die Chemoprophylaxe wird zwei Tage vor der Einreise in das Malariagebiet begonnen und nach der Ausreise für weitere sieben Tage fortgesetzt. Es ist hierbei zu beachten, dass der Aufenthalt im Malariagebiet länger sein darf als 28 Tagen. Bei längeren Aufenthalten in Malariagebieten bietet es sich an, Malarone für die Behandlung von akuten Infektionen mitzuführen.

Die Einnahme von Malarone im Falle einer Malariainfektion

Bei der Behandlung einer akuten Malariainfektion wird Malarone an drei aufeinanderfolgenden Tagen in jeweils einer körpergewichtsabhängigen Dosis zu einer Mahlzeit eingenommen. Kinder mit einem Körpergewicht von 11 bis 20 Kilogramm nehmen täglich eine Tablette, Kinder bis 30 Kilogramm nehmen täglich zwei Tabletten, Kinder bis 40 Kilogramm nehmen täglich drei Tabletten und Erwachsene und Kinder, die mehr wiegen als 40 Kilogramm nehmen täglich vier Tabletten.


 

Nebenwirkungen von Malarone

Malarone enthält die Wirkstoffe Atovaquon und Proguanil. Diese können, wie die meisten Wirkstoffe in der Pharmazie, auch diverse Nebenwirkungen entfalten. Zu ihnen zählen Magenschmerzen und Kopfschmerzen. Auch Verdauungsstörungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten.
Es sollen auf Fälle von akuter Hepatitis nach der Einnahme von Malarone aufgetreten sein. Des Weiteren ist bekannt, dass einige Personen unter Gabe von Maloron unter dem so genannten Stevens-Johnson-Syndrom gelitten haben. Dieses ist auch bekannt unter dem Namen Dermatostomatitis Baader oder auch Fiessinger-Rendu-Syndrom. Gemeint ist eine Hauterkrankung, die durch Infekte oder auch Arzneimittelallergien hervorgerufen wird. Früher war dieser Effekt auch unter dem Namen Erythema exsudativum multiforme majus bekannt.

Malarone in der Schwangerschaft

Die Einnahme von Malarone während einer bestehenden Schwangerschaft sollte nur auf ausdrücklichen ärztlichen Rat erfolgen. Bislang liegen noch keine gesicherten Kenntnisse über mögliche Risiken vor, die durch die gleichzeitige Einnahme von Proguanil-Hydrochlorid und Atovaquon auftreten können. In Tierversuchen angewandt, zeigte sich allerdings hinsichtlich der Verabreichung des Kombipräparates keine tetratogenen Auffälligkeiten (keine Fehlbildungen beim Embryo). Eben so wenig wirkten sich die Einzelkomponenten auf die prä- oder postnatale Entwicklung und auf die Geburt aus. Eine Einnahme während einer Schwangerschaft sollt nur dann erfolgen, wenn der zu erwartende Nutzung für die Gesundheit der Mutter das möglich Risiko für das Ungeborene überwiegt.

Proguanil als Bestandteil von Malarone hemmt die parasitäte Dihydrofolat-Reduktase. Klinische Hinweise, dass die Gabe von Folsäure die Wirksamkeit von Malarone einschränkt, liegen nicht vor. Die Einnahme von Malarone kann daher, insbesondere bei der präventiven Folsäure-Substitutin gebährfähiger Frauen, unbedenklich parallel zu einer solchen erfolgen.

Von stillenden Müttern sollte Malarone nicht angewendet werden, da ein Übertritt von Atovaquon in die Muttermilch nicht auszuschließen ist. Zudem ist die Einnahme von Proguanil in geringer Konzentration auch in der Muttermilch nachweisbar.