Effektive Malariaprophylaxe mit Malarone

Malarone

Jährlich werden in Deutschland etwa 1.000 Malaria-Infektionen gemeldet, ca. 20 davon verlaufen tödlich.
Zwar besteht vor Reisen in entsprechende Gebiete die Möglichkeit der Malariaprophylaxe, allerdings hat sich der Malaria-Erreger (Plasmodium falciparum) in einigen Teilen der Welt bereits an gängige Prophylaxemittel angepasst und Resistenz entwickelt.

Zusätzlich führten unangenehme Nebenwirkungen herkömmlicher Prophylaxemittel häufig zum vorzeitigen Abbruch oder zur generellen Ablehnung einer wirksamen Malariaprophylaxe. Effektiven Schutz mit weit weniger Nebenwirkungen verspricht nun das Präparat Malarone.

Malarone ist ein hochwirksames Malariamittel bestehend aus den beiden Wirkstoffen Proquanil und Atovaquon. Aufgrund der kombinierten Wirkungsweise dieser beiden Inhaltsstoffe ist Malarone für Malariaprophylaxe und Malariabehandlung gleichermaßen geeignet.
Der Wirkstoff Proquanil sorgt für effektive Malariaprophylaxe, indem er die Erreger der Tropenkrankheit an der Vermehrung hindert. Der zweite Wirkstoff Atovaquon hingegen unterbindet lebensnotwendige Stoffwechselprozesse der Erreger und verursacht so deren Absterben bei einer bereits vorliegenden Infektion mit Malaria.

Besonders geeignet ist dieser Wirkstoff für Urlaubsziele, in denen die dortigen Malariaerreger gegen andere Prophylaxemittel bereits immun sind und eine effektive Malariavorbeugung somit nicht möglich ist. Zu den Ländern mit bekannter Prophylaxe-Resistenz der dortigen Erreger zählen Teile Afrikas, Brasiliens sowie Papua-Neuguinea. Um eine effektive Prophylaxe zu erreichen, sollte das Reiseziel im Gespräch mit dem Arzt so genau wie möglich angegeben werden.




Bei der Einnahme von Malarone sind keine Gegenanzeigen bekannt. Beeinträchtigungen bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen sind nicht zu befürchten. Einschränkungen unterliegt die Einnahme von Malarone lediglich während der Schwangerschaft. Hier muss im Gespräch mit dem Arzt geklärt werden, ob die Einnahme von Malarone unumgänglich ist und welche Risiken dabei für das Ungeborene entstehen können.

Im Vergleich mit anderen Malariamitteln wird die hochwirksame Malariaprophylaxe mit Malarone gut vertragen und hat vergleichsweise wenig Nebenwirkungen. Zu den dennoch gelegentlich beobachteten unangenehmen Begleiterscheinungen zählen Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerz, Husten und Übelkeit.

Da Malarone von verschiedenen Medikamenten in seiner Wirkung abgeschwächt werden kann, sollte im Gespräch mit dem Arzt auch genau über sonstige regelmäßig eingenommene Präparate Auskunft gegeben werden. Medikamente, mit denen Malarone bekanntermaßen in Wechselwirkung steht, sind verschiedene Antibiotika, Mittel gegen Übelkeit sowie Tuberkulosepräparate, die den Wirkstoff Rifampicin beinhalten.

Ein weiterer Vorteil des Mittels Malarone ist seine kurze Einnahmedauer. Bei der Verwendung von Malarone muss mit der Malariaprophylaxe erst einen Tag vor der Ankunft im Zielgebiet begonnen werden. Die Einnahme wird nach Verlassen des Malariagebietes lediglich sieben Tage fortgeführt. Der Anwendungszeitraum ist gegenüber anderen Mitteln deutlich kürzer. Malarone ist somit besonders für Reisende geeignet, die nur einen kurzen Aufenthalt in einem Malariagebiet planen.